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Vision M&A-Report Q3 2026
Q3 2026 – M&A-Trends, Bewertungsmultiples & Transaktionen im Bereich Digital Services
Während das makroökonomische Umfeld in Europa und Deutschland herausfordernd bleibt, haben sich die Aktienmärkte davon unbeeindruckt gezeigt. Sorgen vor einer Disruption durch KI gipfelten im Februar 2026 in einem Ausverkauf der Branche. Seitdem konnten die Aktien von Unternehmen aus den Bereichen Softwareentwicklung und IT-Services in den vergangenen Monaten um rund 10 % zulegen; die NTM-EV/EBIT-Multiples erholten sich von rund 9x im Juli auf rund 10x im September. Am 1. Oktober meldete Accenture Quartalsumsätze über der im Juni ausgegebenen Prognose – ein Zeichen dafür, dass KI die Nachfrage verändert, statt sie zu schwächen.

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Der M&A-Markt ist nie zum Stillstand gekommen. Der Transaktionswert im Bereich Digital Services stieg im H1 2026 gegenüber dem Vorjahr um 83 % auf 33 Mrd. Euro – bei weniger, aber größeren Transaktionen. Strategische Käufer zahlten weiterhin für Kompetenzen: Accenture übernahm Faculty (400+ KI-Ingenieure), VINCI Energies legte ein Übernahmeangebot für All for One vor, und Persistent eines für Nagarro. Bridgepoint übernahm iC Consult für 450 Mio. Euro, Vodafone kaufte Skaylink für rund 180 Mio. Euro und Synova wählte Allgeier IT Services als deutsche Buy-and-Build-Plattform. Viele dieser Zielunternehmen sind mittelständische Spezialisten.

Was sich geändert hat, ist, wofür Käufer zahlen. Im KI-Zeitalter bewertet der Markt keine IT-Service-Unternehmen mehr, sondern Geschäftsmodelle.
Die Bereiche, die heute Wachstum treiben und einen Bewertungsaufschlag erzielen, sind wiederkehrende, vertraglich abgesicherte Umsätze aus Managed Services, fundierte Plattform- und Branchenexpertise, Legacy-Modernisierung, Cybersecurity sowie nachweislich KI-gestützte Leistungserbringung, die sich in den Margen niederschlägt und nicht lediglich in weniger abrechenbaren Stunden. Reine Time-and-Material-Kapazität ohne Differenzierung gerät unter Margendruck und wird mit einem Bewertungsabschlag gehandelt.
Für Gesellschafter ergeben sich daraus zwei Schlussfolgerungen:
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